Build log, 07.02.26

Von der echten Erfolgsstory des heutigen Tages habe ich leider keine Bilddokumentation angefertigt, nämlich vom Einbau der durch M modifizierten Auspuffanlage. Ihr müsst es schon glauben: die linke und rechte Seite sind wieder symmetrisch, mit Endrohren für schalldruckkritische Rennstrecken, und mit solche für andere Rundkurse. Die Varianten sind an der Scheune nach Voranmeldung kostenfrei zu besichtigen.

Mit dem Wechsel des Motoröls ist auch die vorletzte Flüssigkeit ausgetauscht, es bleibt nur noch die Bremsflüssigkeit, in den kommenden Tagen an der Reihe. Verbaut im Falcon sind zwei Ölfilter, ein Standardprodukt von Ford Racing, und das wiederverwertbare Teil britischer Bauart. Nach Säuberung ergab sich dieses Bild:

Die Anhäufungen sind glücklicherweise nur schwach metallisch, was es genau ist, vermag ich nicht zu sagen.

Der Filtereinsatz oben im Bild ist jedenfalls nach erfolgter Reinigung wie neu, und nach dem Wiedereinbau in den Falcon sah alles fast so aus wie zuvor:

Gegen Nachmittag schaute F vorbei, und ihm fiel eine Fläche am Reifen auf, die auf regelmäßigen Kontakt mit etwas nicht-Gewollten hindeutete.

Das Rad ist zwar aktuell hinten links verbaut, allerdings steht auf dem Reifen VR, in gelber Schrift. Vorne rechts brauchte es auch mit wenig Sachverstand nur kurze Zeit, um Ursache und Wirkung in einen kausalen Zusammenhang zu bringen: die Verstärkung in der Bildmitte hatte regelmäßigen Kontakt zum Reifen:

Warum das erst nach solch langer Zeit offenkundig wird, ist und bleibt wohl ein Rätsel. Kurzentschlossen habe ich das Blech eingekürzt, und diese Schwachstelle, die auch leicht ins Auge hätte gehen können, beseitigt. Zum Glück ist das Profil des Reifens sowieso abgefahren …

Später mehr glückliche Fügungen,

Udo

Build log, 31.01.26

Im letzten log hatte ich die neuen Endrohre gezeigt, und aus gutem Grund nur die linke Seite. Die rechte nämlich sah bedeutend unbedeutender aus, Optik und Funktion betreffend. Der Grund dafür liegt darin, dass das rechte Endrohr und der Schalldämpfer verbogen sind, und dass Winkel und Lage am Auto auf beiden Seiten unterschiedlich sind, beziehungsweise waren. Also hat das rechte Endrohr durch Heraustrennen eines Abschnittes eine korrigierte Form erhalten, und befindet sich zum Schweißen bei M.

Das Aushärten des Polymeres oder der Steinschlagreparaturmasse stand auch noch auf dem Plan, hier im Zahnarztambiente:

Da noch allerhand Flüssigkeiten auszutauschen waren, habe ich mit Kühlwassser- und Motorölablassen weitergemacht. Das Wasserablaufblech, eingeklemmt unterhalb des Kühlers links, ist hier dargestellt:

Der Grund für den Wasserwechsel lag nicht in der Qualität der Flüssigkeit begründet, sondern im Zustand der noch originalen Kunststoffschläuche, durch die das Wasser hindurchfliesst:

Von J hatte ich dieses Silikonschlauchset erstanden …

… und nach umfangreichen Anläufen, Kürzungen und Verwünschungen schließlich in den Falcon implantiert:

Zumindest ist mir dadurch nicht kalt geworden, wenn man es positiv sehen möchte.

Später mehr Erwärmendes,

Udo

Build log, 24.01.26

Spiegelglätte auf den Wegen und Eiszapfen an den Fahrzeugen auf den Straßen waren kein Hindernis für einen weiteren Bautag am Falcon, denn es ging um die Abgasanlage, für den einen oder anderen Leser ein überraschendes Thema. Zwei Gründe für mein Ansinnen kann ich anführen. Erstens die lädierte Optik des rechten Endrohres (Spa Francorchamps) und zweitens der Umstand, dass der Schalldruck aus den Endrohren sich mehr oder weniger direkt in Richtung Messsonden bewegt. An einigen Rennstrecken (Zandvoort) reicht das als Grund für schwarze Flaggen, was den Fahrspaß doch recht verkürzt.

Aber der Reihe nach: zunächst stand die Demontage der hinteren Teile der Abgasanlage an, und das Abtrennen des deformierten rechten Endrohres:

Im Hintergrund sind zwei 90-Grad-Rohrbögen zu sehen, die sich hier jetzt im Vordergrund zeigen:

Das Ansinnen war es, Adapter zu erstellen, die den Schalldruck ablenken, statt seitlich gerade heraus besser nach hinten und nach unten. Das rechts im Bild erkennbare Produkt habe ich bereits verkürzt und nach Ausführung der gleichen Modifikation am linken Bogen ist alles bei M auf dem Schweisstisch gelandet.

Am Ende des Bautages sieht die Variante der Abgasanlage für die geräuschkritischen Strecken so aus (flankierend kommt noch ein Stück Siebrohr in die Rohrführung, die natürlich nicht sichtbar und auch noch nicht eingebaut ist):

Ehrlich geschrieben bin ich mir, was die Ästhetik betrifft, nicht sicher, ob das Ganze zu einer Verbesserung beiträgt, aber die Rohrbögen sind durch die geraden Endstücke jederzeit zu ersetzen.

Später mehr Geschmacksfragen,

Udo

Build log, 17.01.26

Nach der Weihnachtspause ist und war es an der Zeit, wieder Fahrt aufzunehmen und den Falcon rennfertig zu bekommen.

Den neuen Luftfilter hatte ich ja schon vorgestellt, allerdings verheimlicht, dass dieser mit der Motorhaube dann kollidiert, wenn der one inch spacer zwischen Ansaugbrücke und Vergaser installiert bleibt.

Nach Austausch mit J, der sich für den Verbleib eines spacers aussprach, habe ich ein halbes inch dickes Produkt erstanden und eingebaut. Wie soll ich es ausdrücken, etwa, dass die Kollision weniger geworden ist? Klingt wie halbschwanger, und ist deswegen kein Zustand. Um einen solchen zu erzeugen, musste eine größere Freimachung in das Verstärkungskreuz der Motorhaube eingearbeitet (oder besser: herausgearbeitet) werden:

Dass dazu zahlreiche Iterationen notwendig waren, mag die Leserschaft glauben, oder auch nicht. War aber so.

Mit Ansaugschlauch aufgesteckt ergibt sich diese Ansicht aus einem gewissen Abstand:

Da sich der Beginn weiterer Grossbaustellen zeitlich nicht mehr lohnte, habe ich mich noch mit dem Steinschlagreparaturkit beschäftigt, da mir irgendwo und irgendwann jemand Steine auf die Windschutzzscheibe katapultiert hatte. Hier der Baustand nach dem Auftragen der Flüssigkeit, die jetzt nur noch mittels UV-Strahlung auszuhärten ist.

Da Sonnenbescheinung gerade nicht geboten wird, kommt nur die künstliche Variante infrage.

Nach dem log ist vor dem log, in der kommenden Woche geht es weiter.

Rückblickend stelle ich fest, dass bis zum Saisonstart noch einiges zu tun ist, also heißt es demnächst „Attacke“.

Später mehr Sprüche,

Udo

Build log, 20.12.25

Hier gibt es eine echte Premiere: der erste build log, bei dem ich selber nicht anwesend sein konnte und musste, und die Arbeit durch N und F erledigt wurde. Das ist Delegation auf allerhöchstem Niveau!

Während ich im nahen Münster weilte, erreichte mich N‘s Anruf, mit der Aussage, dass Werkzeug und Motivation vorhanden seien, um die Durchbrüche für die Luftzufuhr zum Vergaser und zum Hauptbremszylinder in das Frontblech möglichst spanarm einzubringen. Kurzentschlossen habe ich beiden freie Hand gelassen, mit einem Ergebnis, das ich besser hätte nicht machen können:

Ich überlege mir ernsthaft, dieses Geschäftsmodell auch auf die anderen offenen Arbeiten am Falcon auszuweiten, schließlich habe ich erfahren, dass Mitte März der erste Trackday der Saison ansteht.

Später mehr Top-Management-Practise,

Udo

Build log, 13.12.25

Da die vorhandene Bühne in der Scheune seit einiger Zeit gewisse Geräusche veranstaltet, und ich einen weiteren Absturz vermeiden möchte, habe ich mich zu einer Investition entschieden:

Die Bühne ist transportabel, sichtbar am Griff auch der rechten Seite, der an einen Hubwagen erinnert, und kann so ohne Fundament flexibel hin- und hergeschoben werden. Gute Sache das.

Das es alles funktioniert, beweist dieses Beweisfoto:

Der Trailer passt ebenfalls unter den Falcon, so dass die Türen geschlossen werden können, und es in nächster Woche wieder mit vollem Engagement am Ford weiter gehen kann. Wir schreiben schon Mitte Dezember, und langsam muss ich sprichwörtlich Gas geben, um den Einsatz Mitte März nicht zu verpassen.

Später mehr Halbangespanntes,

Udo

Build log, Nikolaus 2025

Das Jahr schreitet voran, und so auch die Umsetzung der Wartungs- und Verschönerungsmassnahmen beim Falcon.

Zunächst kann ich berichten, dass J den lang erwarteten Luftfilter geliefert hat. Im Gegensatz zu handelsüblichen Produkten saugt dieser Frischluft von außen und nicht aus dem warmen Motorraum an, und mit meinem thermodynamischen Basiswissen ausgestattet komme ich zu dem Schluss, dass eine höhere Temperaturdifferenz förderlich für die Motorleistung ist:

Da hat das Erlernte im Studium doch noch einen Sinn erzeugt.

Den Rest des Tages galt es, einen Ölwechsel im Differential und im Getriebe zu absolvieren. Ich verwende 85W140 und 80W90 und musste feststellen, das beide Produkte selbst bei moderaten Temperaturen Konsistenzen wie im Kühlschrank gelagerter Akazienhonig aufweisen. Zum Glück hatte N seine Mike Sanders Kochplatte am Start:

So wohltemperiert konnte meine neu erstandene Ölpumpe ihren Dienst ausführen, und ein Teil des Flüssigkeitswechsels ist schon mal Geschichte.

Die Steckachsen haben noch neue Rillenkugellager erhalten, und die Hinterradbremsen sind auch schon für den Rennbetrieb justiert.

Das war‘s für heute, aber später kommt mehr Austausch und Verschönerung, der Winter ist noch lang,

Udo

Build log, 29.11.25

Es standen die technischen Dinge an, die niemand sieht, und die doch sehr wichtig sind. In meinem Fall bedeutet das, dass beide Scheinwerfer ausgetauscht wurden, beide durch Steinschlag beschädigt. Zur Sicherheit habe ich durchsichtiges Klebeband (niemand sagt mehr Tesa) auf die Gläser geklebt – wenn es wieder steinschlägt, besteht jedenfalls kein unmittelbarer Handlungsdruck.

J der alte Rennhase hatte empfohlen, die Kugellager der hinteren Achsen jährlich zu erneuern. Seitens FoMoCo war das offenbar nicht vorgesehen, also mussten die Lager per Trennscheibe zerlegt werden:

Auch die Öle in Differential, Motor und Getriebe plane ich zu ersetzen. Das Öl im Differential ist für einen Wechsel definitiv nicht vorgesehen, es gibt nicht einmal eine Ablassschraube.

Im www habe ich eine Ölpumpe erstanden (black week), evtl. kann ich das Öl damit aus der Hinterachse absaugen, Neues wieder einfüllen, und Gleiches mit dem Getriebe veranstalten.

Die Hoffnung lebt am Längsten,

Udo

Build log, 15.11.25

Der Start zu den Vorbereitungstätigkeiten auf die Rennsaison 2026 wurde heute in der Mitte des Novembers gelegt. Pathetische Worte, die Taten folgten nur ansatzweise, da ich mich entschlossen hatte, zuerst etwas für die Optik des Falcon zu machen, bevor dann die eher funktionsbestimmenden Jobs an die Reihe kommen werden.

Konkret habe ich mich mit dem Frontgrill beschäftigt, der nach dem Schweißen immer noch so daherkam:

Am Ende der Oberflächenarbeit dann dieses, zumindest anders aussehende Bild:

Neben dieser nun behandelten Imperfektion war noch zu beklagen, dass der Grill insgesamt immer noch verbogen war, und der Form der Motorhaube nicht folgte:

Es lässt sich auf Fotos nicht einfangen, aber in Realität sieht alles nun viel besser und schöner aus als vorher 🤔:

Schlimmstenfalls bin ich die einzige Person, die den Fortschritt erkennt …

Später mehr Selbst- und Fremdwahrnehmung,

Udo

Track log, 07.11.25

Der MSC Langenfeld hatte zum Trackday nach Zandvoort geladen, und der Einladung sind wir (S, B und ich) gefolgt, was, das kann ich schon an dieser Stelle schreiben, eine rundum gute Idee war.

Die Anreise am Donnerstag verlief noch etwas holperig, aber um 22:00 waren Falcon in der Box, Trailer auf dem Parkplatz und Werkzeug ausgepackt.

Der Freitag dann war witterungstechnisch Endstufe, trocken, sonnig, nicht zu warm und nicht zu kalt. Eine Impression aus der Pitlane:

Positiv erwähnenswert ist auf alle Fälle das faire Fahren, ein paar Irre gibt es immer, aber die fielen nicht sonderlich ins Gewicht.

Ich selbst habe mich in den meisten Stints als Taxifahrer versucht, neben B hatte ich JP hatte ich zwei mir bis dato Unbekannte zu Gast, die über einen unerschütterlichen Optimismus zu verfügen scheinen – ich würde mich jedenfalls nicht freiwillig als Beifahrer in ein sechzig Jahre alten Autos setzen, dessen Fahrer samt Fahrkunst mir unbekannt sind 😉.

Alles ist gut gegangen, kurz vor der Mittagspause musste ich noch bemerken, dass die Befestigung am Ende der Lenkstange etwas lose war, klassischer Einbaufehler des Veröffentlichers. B konnte beheben, und so ging es bis zur Dämmerung weiter im Kreis:

Die Veranstaltung steht für 2026 auf der Vormerkliste.

Später mehr Vorausschauendes,

Udo